Chewra Kadischa Baden bei Wien

חברה קדישה באדען, אוםטריה


Die Friedhofsanlage ist nicht öffentlich zugänglich, die Tore versperrt. Der Schlüssel zum Areal kann im Büro der Jüdischen Gemeinde Baden nach Voranmeldung und vorbehaltlich der Prüfung der Person gegen Vorlage eines Lichtbildausweises und Unterzeichnung unseres Sicherheitsmerkblattes behoben werden. Personen männlichen Geschlechts sind zum Tragen einer Kopfbedeckung verpflichtet.

Für den jüdischen Friedhof Baden gelten folgende Besuchszeiten:

Montag - Donnerstag von 09:00 - 13:00 Uhr

Freitag nach Absprache

Führungen: nach telefonischer Vereinbarung im Sekretariat

An Sonn- und Feiertagen sowie Schabbatot und jüdischen Feiertagen ist der Besuch des Friedhofes ausnahmslos nicht möglich.

Jüdischer Friedhof Baden

Auf dem 1873 errichteten und in weiterer Folge mehrfach auf seine heutige Größe von rd. 13.000 qm erweiterten Friedhofsareal fanden bis heute rund 1.900 Beisetzungen statt. Bei den Beerdigten handelt es sich vorwiegend um Angehörige der ehemaligen Badener Kultusgemeinde (Gerichtsbezirke Baden und Pottenstein sowie der Ort Gumpoldskirchen) sowie Personen die während des Kuraufenthaltes in Baden oder Bad-Vöslau bzw der Lungenheilanstalt Alland verstarben.

 

Im Zuge der Erweiterung des Friedhofes beauftragte die jüdische Gemeinde im Jahre 1904 den bekannten Wiener k.k. Baurat Wilhelm Stiassny (1842-1910) mit Entwürfen für eine Zeremonienhalle. Der renommierte Architekt und Mitbegründer des jüdischen Museums in Wien zeichnete zu dieser Zeit neben zahlreichen Profanbauwerken (etwa Wien 1., Schottenring 25 und Weihburggasse 30) bereits für eine Reihe jüdischer Kultbauten verantwortlich.

 

So errichtete er etwa die Polnische Synagoge ("Polnische Schul") in der Wiener Leopoldsgasse (1892/93), die Zeremonienhalle für die Israelitische Abteilung beim ersten Tor des Wiener Zentralfriedhofes(1877 bis 1879), die Synagoge von Caslav (1899), die Synagogen in der Prager Vinohrady und Jerusalemstrasse, in Èáslav, Jablonec nad Nisou sowie Malacky. Wenngleich die Ausführungsplanung Architekt Hermann Rudolf oblag, so werden Stiassny auch die Entwürfe für die Synagoge von Teplitz-Schönau zugeschrieben.

 

Der Bau der Zeremonienhalle für den jüdischen Friedhof Baden wurde schließlich im Jahre 1906 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Das architektonisch bedeutsame Jugendstilbauwerk wurde in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 von Badener Bürgern gesprengt wurde. Lediglich ein Seitentrakt in dem sich u.a die Wohnung des Friedhofswärters befand ist heute noch erhalten.